Es war Abend.
Da sagte Jesus zu seinen
Jüngern: „Kommt, wir wollen ans andere Ufer fahren!" Es
war ein ruhiger Abend. Die Sterne leuchteten klar. Aber
plötzlich zog ein Sturm auf. Der Himmel wurde ganz schwarz. Es stürmte
und brauste. Da
überfiel die Jünger furchtbare Angst.
Endlich öffnete Jesus die Augen. Er sah auf den Sturm, der um sie tobte.
Auf
einmal wurde es ganz still.
„Warum hattet ihr solche Angst?“, fragte Jesus die Jünger. „Ich bin doch
bei euch! Habt ihr denn kein Vertrauen zu mir?“
Jesus sass mit seinen Jüngern am See Genezareth.
Er war sehr müde. Viele Menschen waren an diesem Tag zu ihm gekommen.
Auch jetzt noch liessen sie ihm keine Ruhe.
Sie stiegen ins Boot und fuhren hinaus auf den See.
Jesus aber nahm ein Kissen, legte sich hinten ins Boot und schlief ein.
Die Wellen plätscherten leise. Und der Wind blies sanft in die Segel.
Das Segel zerriss. Die Wellen tobten und schlugen ins Boot.
Sie klammerten sich ans Boot. Sie schrien um Hilfe.
Konnte denn Jesus nicht helfen? Aber Jesus lag hinten im Boot und
schlief immer noch tief, mitten im Sturm.
Da rüttelten die Jünger ihn wach und schrien laut:
„Herr! Hilf uns! Siehst du denn nicht? Wir gehen unter."
Und er sah die Angst in den Augen der Jünger.
Da stand er auf, erhob seine Hand drohend gegen den Sturm und rief laut
über die Wellen:
„Schweig und sei still!“
Der Wind legte sich.
Die Wellen wichen zurück.
Das Schiff glitt ruhig durch das Wasser.
Die Jünger aber waren sprachlos. Sie sahen einander an und flüsterten
erschrocken:
„Wer ist nur dieser Jesus? Sogar der Wind und die Wellen gehorchen ihm.“